Rezension: Königsberg – Glänzende Zeiten

Autorin: Nora Elias
Verlag: Goldmann
Seiten: 448
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-442-48785-1
Preis: 10,00€ [D]
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Koenigsberg-Glaenzende-Zeiten/Nora-Elias/Goldmann-TB/e534346.rhd

Inhalt: Die Kaufmannstochter Adela und der wohlhabende Carl von Reichenbach sind verliebt, doch ihre Beziehung könnte niemals halten, schließlich haben ihre Eltern andere Pläne. So kommt es, dass Adela dazu gedrängt wird, Carls besten Freund Leonhard zu heiraten, was zum Zerwürfnis zwischen den Freunden führt. Doch dies ist nur der Anfang einer Reihe von Konflikten, in die bald sämtliche Familienmitglieder hereingezogen werden…

Meinung: Wenn ich das Buch in einem Satz beschreiben müsste, dann würde ich es als eine Soap im 19. Jahrhundert in Ostpreußen betiteln. Es spielen sich eine Menge Konflikte und Dramen im Verlauf des Buches ab, die das Buch alle tatsächlich sehr unterhaltsam gemacht haben und dafür gesorgt haben, dass ich, nachdem ich einmal in das Buch hereingefunden hatte, es auch ungern wieder weglegen wollte.
Leider habe ich jedoch lange gebraucht, um überhaupt in das Buch hereinzufinden. Hauptgrund ist meiner Meinung nach der distanzierte Schreibstil, mit dem ich Schwierigkeiten hatte, mich anzufreunden.
Dieser sorgt einfach dafür, dass keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren entsteht und man deren Motivation manchmal auch nicht vollkommen verstehen kann.
Ebenso entsteht eine gewisse Distanz durch die schiere Anzahl an Charakteren sowie durch die großen Zeitsprünge. Andererseits biete das den Vorteil, dass ständig etwas passiert und so wurde mir beim Lesen immerhin nie langweilig.

Fazit: Als Buch für Zwischendurch sehr unterhaltsam, wenn man eine Art Soap mit historischem Setting mag. Leider wird es durch die Distanz zu den Charakteren in meiner Erinnerung auch nicht besonders hervorstechen. Insgesamt vergebe ich

♥♥♥/5

Herzlichen Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Der schwarze Thron – Die Kriegerin

Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon
Seiten: 512
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-7645-3217-8
Preis: 15,00€ [D]
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Schwarze-Thron-3-Die-Kriegerin/Kendare-Blake/Penhaligon/e543707.rhd

Handlung: Katharine hat den Kampf um die Krone gewonnen und wurde endlich zur Königin gekrönt. Doch ihre Herrschaft hält neue Herausforderungen für Sie bereit. Zum einen gibt es Gerüchte, dass ihre Schwestern überlebt haben, zum anderen findet sie nicht die Unterstützung in der Bevölkerung, die sie sich erhofft. Und dann ist da noch etwas anderes, etwas nicht-menschliches, das ihren Thron bedroht…

Meinung: Wie ich auch schon in meinen vorherigen Rezensionen angemerkt habe, schreitet die Handlung in dieser Reihe sehr langsam voran. Dieser Band hat dies in den ersten zwei Dritteln noch übertroffen, und dann ist praktisch alles auf einmal im letzten Drittel passiert. In dieser Hinsicht hätte ich mir gewünscht, dass die Spannung besser aufgebaut worden wäre.
Ein weiterer Punkt, den ich gerne geändert hätte, ist, dass sich die Handlung sehr auf Jules konzentriert. Für mich ist Jules das komplette Gegenteil eines interessanten Charakters und ich denke, mir hätte dieses Buch wesentlich besser gefallen, wenn sich die Handlung stattdessen weiterhin auf die drei Schwestern konzentrieren hätte.
Das neue mystische/fantastische Element dagegen hat mir gut gefallen, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass es noch eine größere Rolle gespielt hätte. Vielleicht wird das ja im nächsten Band der Fall sein. Das Ende war auf jeden Fall spannend genug, dass mich interessiert, welche Richtung die Handlung nimmt.

Fazit: Insgesamt war ich schon ein wenig enttäuscht von diesem Band, nachdem der letzte so eine interessante Richtung zu nehmen schien. Dennoch bin ich gespannt, wie die Reihe endet. Ich vergebe

♥♥♥,5/5

Herzlichen Dank an den Penhaligon-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: On the Come Up

Autor: Angie Thomas
Verlag: Cbj
Seiten: 512
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-570-16548-5
Preis: 18,00€ [D]
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/On-The-Come-Up/Angie-Thomas/cbj-Jugendbuecher/e536489.rhd

Inhalt: Seit sie klein ist träumt Bri davon, als Rapperin Erfolg zu haben. Als ihre Mutter ihren Job verliert und sie kaum noch das Essen bezahlen können, scheint ihr die Erfüllung ihres Traums wie der einzige Ausweg…

Meinung: Nach Angie Thomas’ großartigen Debüt “The Hate U Give” waren die Erwartungen hoch… und “On the Come Up” hat nicht enttäuscht.
Bri ist eine sehr interessante Protagonistin, sie ist dickköpfig, entschlossen, intelligent und witzig. Ihr impulsives Verhalten kann manchmal nervig sein und sie macht Fehler, aber das macht sie nur noch realer.
Genauso komplex, individuell und real erscheinen alle anderen Charaktere in dem Buch und so kann man gar nicht anders als mit ihnen zu fühlen, bei all dem, was sie durchmachen.
Eine Menge Themen wie Armut, Drogensucht, Rassismus und soziale Ungleichheit werden in diesem Buch angesprochen und das auf eine sehr bewegende Weise. Besonders die Beziehung von Bri und ihrer Mutter, geprägt von deren früherer Drogensucht und Bris daraus entstehender Schwierigkeiten, ihrer Mutter wieder vollständig zu vertrauen, hat mich einfach berührt.
Auch der Schreibstil von Angie Thomas hat mir wieder gut gefallen. Das beste aber sind Bris Rap-Texte, die im Buch abgedruckt sind. Die Art und Weise wie Angie Thomas hier mit Worten umgeht, ist einfach beeindruckend, und ich hätte mir noch viel mehr von diesen Texten gewünscht!
Das einzige, was ich ein wenig zu kritisieren habe, ist, dass an manchen Stellen zu viele Nebenhandlungen auf einmal im Gange sind und ich teilweise das Gefühl bekommen habe, dass sich auf keine ausreichend konzentriert wird.

Fazit: Insgesamt ist “On the Come Up” eines meiner neuen Lieblingsbüchern geworden. Ich würde fast so weit gehen, zu sagen, dass es mir sogar ein kleines bisschen besser als “The Hate U Give” gefallen hat. Ich vergebe

♥♥♥♥,5/5

Rezension: Alles, was du fürchtest

Autor: Peter Swanson
Verlag: Blanvalet
Seiten: 400
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-7341-0543-2
Preis: 15,00€ [D]
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Alles-was-du-fuerchtest/Peter-Swanson/Blanvalet-Taschenbuch/e520136.rhd

Inhalt: Nach einer traumatischen Erfahrung stimmt Kate Priddy einem Wohnungstausch mit ihrem Cousin Corbin aus Boston zu, um etwas Abstand zu gewinnen. Doch am Tag ihrer Ankunft wird die junge Frau von nebenan in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Könnte Corbin der Mörder sein? Und was ist mit ihrem geheimnisvollen neuen Nachbarn Alan?

Meinung: Kate Priddy ist eine wirklich sympathische Protagonistin, mit der man mitfühlen kann und die auch nicht so dümmlich ist, wie viele andere Protagonistinnen in Thrillern. Das ist meiner Meinung nach nämlich das gruseligste: Wenn die Person vieles richtig macht und doch alles schief läuft.
Insgesamt ist die ständige, gruselige Stimmung, die sich langsam aufbaut, eines der besten Elemente in diesem Buch, ebenso wie Kate als Protagonistin. Ihre Vergangenheit, ihre Ängste und ihr Versuch, wieder selbstständiger zu werden machen sie einfach zu einer Person, mit der man mitfühlen kann, deren Eindrücke einem manchmal jedoch auch unzuverlässig vorkommen, wodurch man die Geschehnisse durchaus hinterfragt.
Dennoch muss ich sagen, dass das Buch für mich zu vorhersehbar war und mich nicht wirklich überraschen konnte. Mir haben schlichtweg die unerwarteten Wendungen gefehlt, die ich mir von einem Thriller erhoffe. Wenn man zur Hälfte des Buches schon größtenteils weiß, wie der Rest verlaufen wird, dann wird die Spannung extrem vermindert. Zudem erschien auch das Ende nur mittelmäßig und hat wenig Eindruck hinterlassen.

Fazit: Insgesamt war “Alles, was du fürchtest” ein durchaus interessanter und unterhaltsamer Thriller, der mit einer ansprechenden Protagonistin und unheimlicher Atmosphäre punktet. Dennoch war er zu vorhersehbar, um hervorzustechen. Ich vergebe

♥♥♥,5/5

Herzlichen Dank an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Noch bevor das Jahr zu Ende ist

“Du hast mich irgendwann einmal gefragt, wofür wir kämpfen. Liebe Evie, wir kämpfen nicht nur für unser Land, sondern für jede Frau, jedes Kind, jeden Verwandten und jeden Freund.” (S.278)

Autorinnen: Hazel Gaynor & Heather Webb
Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Genre: Liebesroman
ISBN: 978-3-7341-0667-5
Preis: 9,99€
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Noch-bevor-das-Jahr-zu-Ende-ist/Hazel-Gaynor/Blanvalet-Taschenbuch/e533228.rhd

Inhalt: Es ist August 1914 als Evie Elliots Bruder Will und sein bester Freund Thomas Harding an die Front aufbrechen. Noch rechnet niemand damit, dass der Krieg so lange andauern und ihnen so viel abverlangen wird. Während der nächsten Jahre halten Evie und Thomas durch Briefe Kontakt, teilen ihre innersten Gedanken und Gefühle und kommen sich so näher.

Meinung: Es ist nicht einfach, eine Geschichte in der Form eines Briefromans zu erzählen und ich habe auch schon Bücher gelesen, in denen das definitiv der Grund war, warum sie mir nicht gefallen haben. In diesem Buch ist es den Autorinnen allerdings gut gelungen, das Briefformat dennoch interessant und spannend zu gestalten. Obwohl die Handlung nur sehr langsam voranschreitet, konnte ich das Buch kaum weglegen.
Die Briefe der Charaktere, die nicht nur von Evie und Thomas stammen, erlauben einen Einblick in deren Gefühlswelt und illustrieren die steigende Verzweiflung über diesen nicht endenden Krieg. Dabei werden viele unterschiedliche Seiten des Krieges dargestellt, nicht nur die Schrecken, die Thomas an der Front erlebt, sondern auch Evies Anstrengungen an der Heimatfront werden deutlich. Gerade das schätze ich an dem Buch sehr, denn im Geschichtsunterricht war der 1. Weltkrieg für mich eines der interessantesten Themen.
Die Charaktere sind liebenswert und die Erfahrungen, die sie machen, und die Schrecken, die sie durchleben, werden auf bewegende Art und Weise dargestellt, wodurch man wirklich mit ihnen mitfühlen kann. Besonders Evies Hilflosigkeit und Frustration mit der Rolle als Zurückgebliebene in der Heimat werden meiner Meinung nach großartig geschildert.
Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte von Anfang an für mich absolut vorhersehbar war und ich von keinem neuen Konflikt oder Problem überrascht war.

Fazit: Insgesamt ist “Noch bevor das Jahr zu Ende ist” ein solider, unterhaltsamer und bewegender Liebesroman vor dem Hintergrund des 1. Weltkrieges, der mir wirklich gut gefallen hat. Ich vergebe

♥♥♥♥/5

Herzlichen Dank an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Das Buch der vergessenen Artisten

“Wenn wir die Vergangenheit vergessen, sind wir gezwungen, sie zu wiederholen. Und dann ist alles umsonst passiert.” (S.185)

Autorin: Vera Buck
Verlag: Limes
Seiten: 752
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-8090-2679-2
Preis: 22,00€ [D]
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Buch-der-vergessenen-Artisten/Vera-Buck/Limes/e509937.rhd

Inhalt: Als jüngster Sohn eines Bohnenbauerns hat Mathis sich beinahe schon mit seinem fest vorbestimmten Leben abgefunden, als der Jahrmarkt 1902 in sein kleines Dorf kommt. Fasziniert von dieser bunten Welt und voller Sehnsucht nach einem Ort, wo er sich nicht fehl am Platz fühlt, beschließt er kurzerhand seinen prügelnden Brüdern und dem strengen Vater zu entfliehen und von zu Hause wegzurennen, um Schausteller zu werden.
Knapp dreißig Jahre später sehen sich Schausteller, Artisten und Künstler schwierigen Zeiten gegenüber. Immer mehr Verbote und das ständige Verschwinden von immer mehr Artisten belasten Mathis. Doch er möchte nicht akzeptieren, dass die Geschichten so vieler Menschen in Vergessenheit geraten und beginnt, das Buch der vergessenen Artisten zu schreiben…

Meinung: Es ist vor allem der Aspekt des Jahrmarkts, der mich an dem Buch interessiert hat. Über die Geschichten der zahlreichen Artisten und Künstler, die während der NS-Zeit verschwunden sind, habe ich bisher nie etwas gehört, aber ich denke, dass es wichtig ist, auch über diese zu lesen und sich an sie zu erinnern.
Das Buch präsentiert eine Seite der NS-Zeit, die in Büchern, die ich bisher über die Zeit gelesen habe, nicht wirklich dargestellt wird. Denn das Buch spielt zu Anfang der NS-Zeit, vor dem 2.Weltkrieg, und zeigt die Reaktion der Gesellschaft auf die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Auch die vielen Künstler, die schillernden Persönlichkeiten, denen Mathis begegnet, ergänzen für mich das Bild, das ich bisher von der Zeit hatte.
Der Teil der Handlung, der zum Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, hat mich insofern fasziniert, dass man ebenfalls eher selten etwas über diese Zeit liest.
Das Buch wird weniger von der Handlung, als von den Charakteren getragen und vorangetrieben. Die Charaktere sind in meinen Augen sehr realistisch, in der Art, wie sie sich verhalten, wie sie sprechen und wie sie ihre Gefühle ausdrücken. Sie sind äußerst greifbar und alles andere als perfekt, was ich sehr zu schätzen weiß, da sie einem so wie reale Menschen erscheinen.
Obwohl ich an sich Bücher, deren Handlung etwas langsamer voranschreitet, gerne mag, solange die Charaktere komplex und interessant sind, muss ich sagen, dass ich ungefähr zur Mitte hin ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Das Buch hat nun einmal 752 Seiten und gerade die Handlung zu Beginn des 20. Jahrhunderts schreitet sehr langsam voran, was mich an manchen Stellen etwas frustriert hat.

Fazit: Insgesamt kann ich das Buch absolut empfehlen. Die Thematik und die Charaktere sind unglaublich faszinierend und haben mein Verständnis von der Zeit bereichert. Obwohl ich ein bisschen Schwierigkeiten mit der Taktung der Handlung hatte, war das Buch nicht langweilig und konnte mein Interesse immer wieder aufs Neue wecken. Ich vergebe

♥♥♥♥/5

Herzlichen Dank an den Limes-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Rezension: AMANI – Heldin des Morgenrots (Band 3)

Autorin: Alwyn Hamilton
Verlag: cbj
Seiten: 480
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-570-16438-9
Preis: 17,00€
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/AMANI-Heldin-des-Morgenrots/Alwyn-Hamilton/cbj-Jugendbuecher/e495306.rhd

Inhalt: Nachdem ein Großteil der Rebellen in Gefangenschaft geraten ist, liegt es an Amani, die sagenumwobene Stadt Eremot zu finden und sie zu befreien. Doch je mehr Schwierigkeiten ihr auf dem Weg begegnen und je mehr Rebellen ihr Leben verlieren, desto mehr zweifelt sie, ob sie es schaffen kann.

Meinung: Leider kann das Finale der “Amani”-Trilogie nicht mit seinen Vorgängern mithalten und hat mich ein wenig enttäuscht. Schon der Einstieg ist schwierig, denn das erste Drittel des Buches habe ich als sehr langweilig empfunden und die Handlung folgt einem sich wiederholenden, immer gleichen Muster. Außerdem sind die Lösungen für die Probleme meiner Meinung nach immer etwas zu einfach.
Amani wurde mir immer unsympathischer. Wie so viele Protagonisten leidet sie in diesem Band unter einem Heldenkomplex und will alle alleine retten, zur selben Zeit aber bringt sie das Leben vieler Menschen in Gefahr mit der Rechtfertigung, es müsse ja sein. Mittlerweile sind solche Protagonisten für mich geradezu unerträglich geworden. Dass ein Großteil der anderen Charaktere, die ich tatsächlich gerne mag, die meiste Zeit über nicht anwesend ist, macht es nicht besser.
Dennoch wird die Handlung zum Ende hin spannender und auch die Welt gefällt mir weiterhin gut. Die Mythen vor dem Hintergrund der Wüste sorgen für ein sehr atmosphärisches Leseerlebnis.
Das Ende hat für mich zudem auch noch einiges gerettes, da es sehr bewegend war und ich tatsächlich relativ zufrieden mit dem Abschluss der Reihe bin.

Fazit: Insgesamt ist dieser Band nicht vergleichbar mit den anderen für mich. Die Handlung erscheint mir einseitig und zu den Charakteren kann ich keine Verbindung aufbauen. Trotzdem sprechen die faszinierende Welt und das bewegende Ende für das Buch. Ich vergebe

♥♥♥/5

Herzlichen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension: Das andere Haus

Autorin: Rebecca Fleet
Verlag: Goldmann
Seiten: 352
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-442-20559-2
Preis: 15,00€
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Das-andere-Haus/Rebecca-Fleet/Gold00mann/e536012.rhd

Inhalt: Als Caroline und ihr Mann Francis sich entscheiden, an einem Haustausch teilzunehmen, möchten sie den Urlaub nutzen, um ihre Beziehung zu reparieren. Aber dann findet Caroline Hinweise auf ihre Vergangenheit in dem fremden Haus. Es scheint, dass sie die Person, der das Haus gehört, besser kennt, als sie denkt…

Meinung: Ich lese eher selten Thriller, aber hin und wieder greife ich gerne mal nach einem und dieser klang irgendwie interessant.
Das, was mir besonders gut gefallen hat, ist die Atmosphäre; die Stimmung ist düster und mysteriös, genauso, wie ich es von einem Thriller erwarte. Der Schreibstil der Autorin ist lebhaft und vermittelt die Stimmung wirklich gut.
Die Charaktere, insbesondere Caroline, sind in meinen Augen interessant und realistisch.
Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen, obwohl ich sagen muss, dass die Handlung erst nach zwei Dritteln richtig spannend wird. Zudem denke ich, dass das Ende etwas übereilt kam und daher nicht genügend Spannung aufgebaut wurde. Die Spannung, die dann aufgebaut wurde, wurde auch viel zu schnell wieder gelöst. An vielen Stellen fühlt es sich mehr an wie ein Familiendrama als ein Thriller.
Obwohl das Buch vielleicht nicht unbedingt so spannend und mitreißend war, wie ich es mir gewünscht hätte, gefiel es mir allerdings, die Geheimisse in Carolines und Francis’ Ehe aufzudecken und die Dynamik zwischen den Charakteren ist spannungsgeladen und fesselnd.
Ich möchte aber auch gar nicht zu viel verraten 🙂

Fazit: Insgesamt war Das andere Haus angenehm zu lesen und konnte mich durch die Atmosphäre und die Charaktere überzeugen, dennoch hat es mir deutlich an Spannung gefehlt.
Ich vergebe

♥♥♥/5

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Rezension: They Both Die at the End

Autor: Adam Silvera
Verlag: Harper Teen
Seiten: 384
Sprache: Englisch
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-0-06-245779-0
Preis: $17,99; ca. 14,99€

Inhalt: Die Organisation Death Cast ruft Menschen an dem Tag an, an dem sie sterben werden, um sie vorzuwarnen und ihnen die Chance zu geben, ihren letzten Tag so zu verbringen, wie sie es möchten. Mateo Torrez und Rufus Emeterio erhalten beide den Anruf. Über eine App lernen sie sich kennen und schließen sich zusammen, um so viel wie möglich vor ihrem Tod zu erleben.

Meinung: Eigentlich bin ich nicht unbedingt der Typ für sehr sentimentale Bücher über das Thema Tod, aber irgendwas an diesem Konzept hat mich von Anfang an interessiert. (Vielleicht war es auch einfach der Titel :D)
Death Cast ist eine faszinierende und zugleich einschüchternde Erfindung und die Reaktion der Gesellschaft darauf, zu wissen, wann man stirbt finde ich wirklich realistisch. Die Welt generell ist großartig, weil sie sich wie unsere anfühlt und dann wieder auch nicht; die Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, sind unendlich und am liebsten würde ich noch viel mehr Bücher über andere Charaktere lesen und wie Death Cast sie beeinflusst!
Apropos Charaktere – ich liebe Mateo und Rufus! Die beiden sind komplex und gut entwickelt. Zudem sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen, weil sie einfach so liebenswert sind, und sie ergänzen sich als Protagonisten echt gut.
Normalerweise achte ich nicht besonders auf den Schreibstil, es sei denn er springt mir ins Auge, weil er so schlecht ist, aber in diesem Buch ist er mir tatsächlich positiv aufgefallen: Mir gefällt es wirklich gut, wie die Jugendlichen auch wie Jugendliche sprechen! Außerdem ist der schwarze Humor einfach nur toll, ohne respektlos zu sein.

Fazit: In Kürze: Ich liebe dieses Buch. Die Charaktere, die Welt, die Handlung, den Schreibstil… alles ist perfekt. Natürlich habe ich am Ende geweint (musste ja sein :D) und man kann sich selbst nach dem Lesen nicht davon abhalten, darüber nachzudenken, was man tun würde, wenn man wüsste, dass man weniger als 24 Stunden zu leben hat. Ich vergebe

♥♥♥♥♥/5

Rezension: Das Zeichen des Sturms (Band 2)

Autorin: Susan Dennard
Verlag: Penhaligon
Seiten: 512
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3-7645-3189-8
Preis: 15,00€
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Das-Zeichen-des-Sturms/Susan-Dennard/Penhaligon/e527338.rhd

Inhalt: Obwohl die ganze Welt Prinz Merik nach der Explosion auf seinem Schiff für tot hält, ist er sehr lebendig und bereit, sich an seiner Schwester für diese Tat zu rächen. Währenddessen versucht Iseult zurück zu ihrer Strangschwester Safi zu finden, die wiederum mit der Kaiserin von Marstok zusammen nach einem Überraschungsangriff ums Überleben kämpft.

Meinung: Dieses Buch hatte offensichtlich ein Problem, das viele zweite Bände haben: Es kommt nicht von der Stelle. Ich muss ehrlich sagen, ich habe das Gefühl, es passiert beinahe gar nichts in dem Buch. Erst auf den letzten 100 Seiten oder so gibt ein bisschen Fortschritt, aber ehrlich nicht viel.
Als Leser ist es für mich frustrierend, wenn die Charaktere und die Handlung sich nicht entwickeln. Und es hilft auch nicht, dass die Charaktere, deren tolle Dynamik untereinander man im ersten Band sehen konnte, keinerlei Kontakt zueinander haben, weil sie sich an anderen Enden der Welt befinden. Von der Freundschaft zwischen Iseult und Safi, die ich im letzten Buch so gerne mochte, ist dementsprechend auch nichts zu sehen.
Trotzdem mag ich die Charaktere  sehr gerne und ich bin zumindest gespannt, wie es mit Iseult weitergeht, die noch am ehesten eine Art Entwicklung hat. Ich bin nach wie vor auch ein Fan von dem Magiesystem und der Welt, über die man diesmal noch ein wenig mehr erfährt.

Fazit: Die Charaktere haben das Buch echt gerettet. Ich hoffe, dass die Handlung im nächsten Band wieder ein bisschen an Fahrt aufnimmt!

♥♥♥/5

Vielen Dank an den Penhaligon-Verlag für das Rezensionsexemplar!